Montag, 9. Dezember 2019
Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V.
Kompostierungsställe managen - Zusammenfassung Workshop (Druckversion)
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Beratungsblatt

Kompostierungsställe managen

Stand: November 2019

Zusammenfassung des zweitägigen Workshops im März 2019 in Weichering

Die Einordnung von Stallkompost - rechtliche Situation, wurde im November 2019 überbeitet. Dies geschah in enger Abstimmung mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

Autoren:
Christiane Kretzer, Dr. Martin Müller, ALB Bayern e.V.
Joachim Weber, AELF Schweinfurt
Maria Lorenz, AELF Karlstadt
Johannes Mautner, AELF Pfarrkirchen
Dr. Bernhard Haidn, LfL Grub

Der Kompostierungsstall ist ein Freilaufstall, bei dem die Einstreu zum überwiegenden Teil aus Holzsubstrat (Sägespäne, Hackschnitzel) besteht. Der anfallende Kot und Urin der Tiere wird unter Sauerstoffzufuhr mit Hilfe von Grubber oder Fräse in das Substrat eingearbeitet. Damit wird ein Heißrotteprozess in Gang gesetzt, der als Endprodukt Kompost liefert.

Umfang: 20 Seiten

Das vorliegende Beratungsblatt stellt eine inhaltliche Zusammenfassung des gleichnamigen Workshops vom 13. bis 14. März 2019 in Weichering bei Ingolstadt dar, der als gemeinsame Veranstaltung aller bayerischen Fachzentren für Rinderhaltung und der ALB Bayern e.V. organisiert wurde. Von den 84 Teilnehmern, darunter 65 Landwirte, waren ca. 10 Teilnehmer bereits Betreiber eines Kompostierungsstalls und ca. 25 Teilnehmer in der Umstellung begriffen.

Referenten des Workshops:
Sibylle Möcklinghoff-Wicke, Innovationsteam der Landesvereinigung Milch Hessen
Siegfried Holzeder, Landwirtschaftskammer Oberösterreich
Maria Lorenz, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt

Der Kompost hat für den Landwirt mehrere Vorteile:

  • Die hohe Hitzeentwicklung beim Kompostiervorgang hygienisiert das Substrat, die meisten bekannten Schad- bzw. Krankheitserreger werden abgetötet.

  • Die Tiere gehen und liegen auf einer elastischen, sauberen und trockenen Unterlage, die den Bewegungsapparat schont und den Liegeansprüchen der Tiere voll entspricht. Ein Plus an Tierwohl, dass sich in einer gesteigerten Tiergesundheit, Langlebigkeit und Milchleistung auszahlen kann.

  • Der Kompost liefert einen wertvollen Wirtschaftsdünger mit günstigem pH-Wert, der direkt vom Stall auf das Feld ausgebracht werden kann.

  • Die N-Verluste sind wegen des Kompostierens geringer als bei herkömmlichen Haltungsformen. Der Stickstoff wird im Substrat gebunden und kann als Dünger mit Langzeitwirkung im Boden wieder mineralisiert werden.

Diese und viele weitere Aspekte und Erkenntnisse wurden im Workshop "Kompostierungsställe managen" ausführlich besprochen und diskutiert. Wir haben sie zum Nachlesen in diesem Beratungsblatt für Sie zusammenfasst:

Als PDF-Version ist das Beratungsblatt kostenlos abrufbar:

Kompostierungsställe managen, baf3 (2,2 MB)