Dienstag, 19. November 2019
Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V.

Perspektiven in der Milchviehhaltung

Landtechnisch-bauliche Jahrestagung am 24. November 2005 in Bayreuth

Die Milchviehhaltung stellt das Rückgrat der bayerischen Landwirtschaft dar. 54 % des Produktionswertes der tierischen Erzeugung entfallen allein auf die Milch. Bayern ist in Deutschland der größte Milcherzeuger, ca. 27 % der in Deutschland erzeugten Milch kommen aus Bayern. Die Milchviehhaltung unterliegt aber einem sehr großen Strukturwandel, allein in den letzten 15 Jahren haben etwa 55 % der Milchkuhhalter aufgegeben.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (fallende Erzeugerpreise, hoher Selbstversorgungsgrad, hohe Quotenkosten usw.) führen dazu, dass der Zwang hin zum größeren Bestand weiter anhalten wird. Eine zukunftsorientierte Milchviehhaltung erfordert daher, alle Rationalisierungsreserven zu nützen und den Kühen eine optimale Umwelt anzubieten, damit das Leistungspotenzial auch ausgeschöpft werden kann.

Auf dem Tagesprogramm standen folgende Fachbeiträge:

  • Politische Rahmenbedingungen für die Milchviehhaltung in Bayern (J. Miller, Staatsminister STMLF Bayern)
  • Entwicklungen auf dem Milchmarkt aus der Sicht der Molkereiwirtschaft (Prof. J. Stöckl, Bayerische Milchindustrie)
  • Betriebswirtschaftliche Perspektiven für die bayerischen Milchviehhalter (Dr. G. Dorfner, LfL Freising)
  • Kuhkomfort unter besonderer Berücksichtigung des Stallklimas und der Laufflächen (Dr. Bernhard Haidn, LfL Freising)
  • Entwicklungstendenzen und praktische Beispiele für die Milchviehhaltung in Oberfranken (Dr. E. Heidrich, E. Böhmer, G.und S. Hollfelder)
  • Bauliche Lösungen für Milchviehställe (Jochen Simon, LfL Grub)
  • Emissionen und Immissionen inder Milchviehhaltung (Dr. Stefan Neser, LfL Freising)

August 2011